Potentialanalyse: Kompetenzen entdecken

Die Potentialanalyse steht am Anfang der Berufsorientierung. In den rund 1.000 für das Programm ausgewählten Schulen durchlaufen an der Alfred-Grosser-Realschule Plus  seit 2011 jährlich etwa 120  Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse eine Potentialanalyse. Dabei erfassen geschulte Beobachter die Schlüsselkompetenzen der jungen Menschen. Sollte sich zeigen dass Schülerinnen und Schüler besonderen Förderbedarf haben, können sie durch unsere Berufseinstiegsbegleiterin Frau Amparo López bis zu drei Jahre lang betreut werden. Für die Potentialanalyse hat das BMBF einheitliche Qualitätsstandards festgelegt. Das garantiert vergleichbare und belastbare Ergebnisse.   

Ansatzpunkte für spätere Förderung

Ziel ist es, bei der Analyse sowohl Schwächen als auch Stärken zu erkennen – und an beiden mit individueller Förderung anzusetzen. „Durch das Ergebnis der Potentialanalyse ist es mir möglich, eine individuelle Förderung eines einzelnen Schülers zu ermöglichen“, berichtet Berufseinstiegsbegleiterin Frau Amparo López aus ihrer Arbeitspraxis. Denn die jungen Menschen sollen ihre Potentiale bei einer gezielten Förderung zu Kompetenzen ausbauen. In den bindenden Qualitätsstandards heißt es dazu: „Anders als bei einer Leistungsbeurteilung soll der Blick für das geöffnet werden, was (auch noch) sein könnte.“ Auch der biografische Hintergrund, die individuelle Situation der Jugendlichen und ihre Berufsvorstellungen werden beleuchtet. Die festgestellten methodischen, personalen und sozialen Kompetenzen berücksichtigen sowohl schulische als auch außerschulische Fähigkeiten und Kenntnisse. Im Detail bedeutet das:

Bei den Analysen geht es vor allem auch darum, dass die jungen Menschen einerseits feststellen: „Ich kann etwas!“, andererseits aber auch: „Ich kann etwas können, wenn ich daran arbeite und mich jemand unterstützt!“

Die Qualitätsstandards der Potenzialanalysen orientieren sich an den „Qualitätsstandards für Verfahren zur Kompetenzfeststellung im Übergang Schule – Beruf“. Sie sind ein Ergebnis aus dem BMBF-Programm „Kompetenzen fördern – Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf“ (BQF-Programm). Es ist ausdrücklich nicht das Ziel der Potentialanalyse, auf eine Berufswahlentscheidung der Jugendlichen hinzuwirken, sondern Hinweise auf berufliche Neigungen zu erhalten. Nicht nur die Berufseinstiegsbegleiterin  hat einen Nutzen durch die Analysen, auch die Eltern erhalten in einem ausführlichen Feedback-Gespräch eine Auswertung über Stärken und Neigungen Ihres Kindes. Die Analysen erfolgen nur mit Zustimmung des Schülers bzw. seiner Eltern.

Bei Fragen zur Potentialanalyse stehen Ihnen unsere Berufseinstiegsbegleiterinnen Frau Amparo López und Frau Ute Homski unter 06343-6100212 gerne zur Verfügung.