Die Schärfung des Bewusstseins für die Integrität der eigenen Person und für die des Anderen ist oberstes Leitziel unserer Schulgemeinschaft.
Die Achtung vor dem Menschen und vor der Schöpfung und die Sorge um ihre Bewahrung erfordert die Erziehung zu Grundeinstellungen. Dabei legen wir besonderen Wert auf
Diesen Erziehungsauftrag erfüllen Eltern und Schule gemeinsam. In unserem Bemühen um soziale Integration soll die Identifikation aller mit der Schule gefördert werden. Eigeninitiative und Mitplanung durch Schülerinnen und Schüler sind wünschenswert und erforderlich.
Die genannten Werte und die im Folgenden noch zu benennenden grundsätzlichen Ziele machen es notwendig, neben inhaltlichem Wissen – inhaltlicher Kompetenz – weitere Fähigkeiten zu vermitteln bzw. zu erwerben, und zwar
Als Schule in einer Region, die aufgrund ihrer Nachbarschaft zu Frankreich in besonderer Weise den unvoreingenommenen Blick über die eigenen Grenzen hinaus möglich und notwendig macht, und als Schule in einer Zeit, die weltoffenes Denken und Handeln voraussetzt, bekennen wir uns zur eigenen Region wie zum Europagedanken in einem umfassenden Sinn wie zur weltweiten Völkerverständigung.
Regionale Verwurzelung und Weltoffenheit schließen einander nicht aus. Die feste Verwurzelung junger Menschen bietet eine gute Grundlage für die in Zukunft von ihnen erwartete Mobilität.
Unsere Schule ist als Schule im ökologischen Netzwerk der Nachhaltigkeit verpflichtet; damit fördert sie eine dauerhafte Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. Prinzipien dieses Entwicklungsprozesses sind Zukunftsfähigkeit, Schutz der Umwelt, soziale Gerechtigkeit beim Zugang zu natürlichen Ressourcen und öffentliche Beteiligung.
Schüler, Eltern und Lehrer wirken auf verantwortliches Handeln in dem sensiblen Spannungsfeld zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit hin und fördern und verinnerlichen ein Verhalten, das sich am Leitbild der Nachhaltigkeit orientiert.
Verantwortliches Handeln in diesem Sinn setzt an
Pädagogische Vermittlung des Leitbildes der Nachhaltigkeit, z.B. auch in Arbeitsgemeinschaften, und seine Umsetzung im Schulalltag bedingen und ergänzen einander. Unsere Schule verpflichtet sich zu einer stetigen Weiterentwicklung in allen genannten Bereichen.
Die in den übergreifenden Fächergruppen Naturwissenschaften, Gemeinschaftskunde, Sprachen, Religion bzw. Ethik, Sport und im musischen Bereich zusammengefassten Einzelfächer leisten jedes für sich einen wesentlichen und nicht verzichtbaren Beitrag zur Entwicklung der jungen Menschen zu eigenständigen Persönlichkeiten, die Verantwortung tragen
Deshalb wird das Schulprofil durch ein breites Angebot bestimmt: Jedes Fach vermittelt fundierte Kompetenz in der Sache, um Schülern in allen Fachrichtungen eine erfolgreiche weiterführende Ausbildung zu ermöglichen.
Gleichzeitig streben wir mit dem verstärkten Einsatz fächerübergreifender Unterrichtsformen neue Wege der Unterrichtsgestaltung an. Die bestehende Schulform einer Kooperativen Gesamtschule, in die das Gymnasium eingebunden ist, sowie ihr Charakter einer freiwilligen Ganztagesschule ermöglichen zusätzlich die Chance des schulartübergreifenden bzw. schulartunabhängigen Lernens. Besondere Bedeutung haben Chancengerechtigkeit durch sichere Orientierung in der Eingangsstufe und Durchlässigkeit zwischen den drei kooperierenden Schulen.
Über den Erwerb sprachlicher Fähigkeiten – einschließlich der Muttersprache – hinaus sollen vielfältige Kontakte unserer Schule und unserer Schülerinnen und Schüler in alle Welt dabei helfen, wesentliche Ziele zu verwirklichen. So verstandenes Sprache-Lernen
Die Erprobung der Sprachkompetenz in allen modernen Fremdsprachen und ihre gezielte Anwendung wird gefördert durch Schülerbegegnungen. Das Vorziehen der 2. Fremdsprache in die 6. Klasse wird angestrebt.
Englisch
Die Bedeutung des Englischen als
unentbehrliches globales Verständigungsmittel auf allen Ebenen des Wissenschafts- und Wirtschaftslebens wird betont. Englisch wird als erste und zweite Fremdsprache angeboten.
Französisch
Auf der Grundlage der bewährten Tradition des bilingualen Französischunterrichts
Latein
Die besondere Bedeutung von Latein als 3. Fremdsprache wird betont, da diese Sprache das systematische Denken schult, kulturelles Erbe vermittelt und das Verständnis für den Aufbau vieler europäischer Sprachen in hervorragender Weise fördert. Die Möglichkeit, Latein als 2. Fremdsprache anzubieten, bleibt grundsätzlich erhalten.
Spanisch
Mit dem Angebot Spanisch als zusätzliche 3. Fremdsprache wird ein wichtiger Beitrag zur Mehrsprachigkeit unserer Schülerinnen und Schüler geleistet und der besonderen Bedeutung des Spanischen als Weltsprache Rechnung getragen.
Der Bedeutung des musischen Bereichs für die Ausbildung der Gesamtpersönlichkeit wird in vielerlei Projektangeboten Rechnung getragen.
Die frühestmögliche Hinführung zum Instrument ist in der Orientierungsstufe möglich. In den Klassen 5 bis 6 wird das Erlernen eines Blasinstruments im regulären Musikunterricht angeboten. Diese Ausbildung kann bis zur 8. Klasse fortgeführt werden.
Das Erlernen eines Streichinstruments ist in den Klassen 5 und 6 im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft möglich. Ergänzende bzw. weiterführende Arbeitsgemeinschaften fördern die musisch-künstlerischen Begabungen in Big Band, Chor, Instrumentalensembles, Orchester und Theater.
Sozialkompetenz ist ein wichtiges Unterrichts- und Erziehungsziel. Darüber hinaus fördern wir sie durch Zusammenarbeit aller an der Schulgemeinschaft beteiligten Gruppen und in allen Jahrgangsstufen, vor allem auch innerhalb des freiwilligen Ganztagsangebots unserer kooperativen Schule. Besondere Angebote zur Förderung der sozialen Kompetenz sind:
Schulische Bildung im Bereich Methodenkompetenz verhilft Schülerinnen und Schülern zu
darüber hinaus
Unsere Schule besitzt vielfältige Möglichkeiten, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern:
Wir haben eine besondere Verantwortung
zur Medienerziehung.
Schülerinnen und Schüler
sollen in die Lage versetzt werden,
Ein solides Grundwissen
bleibt auch unter den Bedingungen der multimedialen und globalen Informationsvermittlung
unabdingbar.
Die in den neuen Medien angelegten
Chancen neuer Vergemeinschaftung sollen beherzt genutzt, allerdings auch nicht
überschätzt werden.
Ganzheitliches Lernen setzt auch
im Medienzeitalter Primärerfahrungen voraus und lässt sich
durch Virtualität nicht ersetzen. Im Zweifel gilt: Unmittelbare Kommunikation
ist der mediatisierten Kommunikation vorzuziehen.
Ständige pädagogische und gesellschaftliche Veränderungen machen es notwendig, die Erziehungsziele von Zeit zu Zeit zu überdenken, zu ergänzen oder neu zu definieren und die Voraussetzungen zu ihrer Verwirklichung anzupassen oder zu verändern.
Das Schulprogramm des Gymnasiums Bad Bergzabern ist Richtlinie für alle am Schulleben Beteiligten und für jedes schulische Handeln auf allen Ebenen. Es kontinuierlich auf seinen Inhalt zu überprüfen und fortzuschreiben, ist unsere gemeinsame Aufgabe. Das Schulprogramm wird gemeinsam von Schulelternbeirat, Gesamtkonferenz und Schulausschuss unter Mitwirkung der Schülervertretung verabschiedet.
Das Konzept für dieses Schulprogramm wurde während eines Studientages
im Februar 2001 entwickelt und bis zum März 2002 durch einen Arbeitskreis
ausgearbeitet. Beteiligt waren Vertreterinnen und Vertreter
der Eltern, der Schülerschaft und des Kollegiums sowie die Schulleitung.
Das
Schulprogramm wurde von der Gesamtkonferenz, von der Schülervertretung und
vom Schulelternbeirat getrennt beraten und angenommen und am 03. Juli 2002
durch den Schulausschuss des Gymnasiums verabschiedet.