Starke Lerntipps
Lernwerkstatt für Eltern und Schüler am Alfred-Grosser-Schulzentrum

Wie funktioniert unser Gehirn beim Lernen? Wie erkennt man
die individuellen Lernstärken eines Kindes? Wie erlernt und nutzt man
Strategien für ein effektives Lernen? Und wie können Eltern optimale
Rahmenbedingungen schaffen und ihre Kinder bei Lernprozessen unterstützen?
Dies waren die Fragen, um die es bei einer Lernwerkstatt für Eltern und
Schüler der 5. Klassen der Gemeinsamen Orientierungsstufe des
Alfred-Grosser-Schulzentrums ging.
Rund 90 Mütter und Väter mit ihren Kindern konnte Matthias Böckel,
Pädagogischer Koordinator für die Orientierungsstufe am
Alfred-Grosser-Schulzentrum, am 29. Oktober begrüßen. Er äußerte seine
Freude darüber, dass sich so viele Eltern ganz bewusst die Zeit genommen
hatten, zusammen mit ihren Kindern an einem Samstagmorgen zur Schule zu
kommen und gemeinsam die Schulbank zu drücken.
Für Pausenkaffee, Kuchen und herzhafte Snacks sorgten Schülerinnen und
Schüler aus dem Wahlpflichtfach Hauswirtschaft- und Sozialwesen der
Realschule plus zusammen mit ihrer Fachlehrerin Inge Seidenspinner.
Konrad Scheib, Leiter des Instituts für Lernmethodik "Studienhaus am
Dom in St. Blasien", enger Mitarbeiter und vielfacher Co-Autor des
bekannten Lernmethodikers Wolfgang Endres, gelang es, mit offenen,
pointierten und teilweise provokativen Thesen die Aufmerksamkeit der
Zuhörer zu finden. "Wer Kindern verspricht, dass Lernerfolg ohne Mühe
erreichbar ist, sagt die Unwahrheit". Besonders entscheidend sei dabei
auch ständiges Üben. Nachhaltig ermunterte Scheib die Eltern, ihre
ureigenen Aufgaben beim Lernprozess ihrer Kinder ernst zu nehmen.
"Abschieben an die Schule geht nicht", meinte er.
Seriöse Ergebnisse aus der Lernforschung zeigen nach Scheib immer wieder,
dass die elterliche Begleitung des Lernweges der Kinder sehr wichtig ist.
Diese Begleitung verleihe Sicherheit und stärke das Selbstbewusstsein des
Kindes.
Eine besonders wichtige Aufgabe der Eltern sei die Teilnahme am Lernprozess
und die Motivation ihrer Kinder. Keinesfalls aber sollten sich Eltern als
Ersatznachhilfelehrer ihrer Kinder fühlen. Eine besondere Präferenz in
einem erfolgreichen Lernprozess besitze das Lesen, meinte Scheib: "Ohne
Lesen geht gar nichts!" Im Hinblick auf die Fernsehgewohnheiten vieler
Kinder forderte Scheib von den Eltern: "Schmeißen Sie den Fernseher
aus dem Kinderzimmer, wenn Sie nachher nach Hause kommen!"
Beeindruckend jedoch bei aller Deutlichkeit und Unmissverständlichkeit
seiner Thesen: Ausgangspunkt und Zentrum aller pädagogischen und
lerntheoretischen Überlegungen Scheibs sind nicht ökonomische oder gar
schichtenspezifische Aspekte, sondern einzig und allein das Wohl des Kindes.
Als erzieherisches Credo und optimale Vorgabe für erfolgreiches Lernen
formulierte Scheib: "Die Kinder lieben und Vorbild sein, mehr ist nicht
nötig."

Die Veranstaltung bot den Eltern neben wesentlichen theoretischen Einsichten
eine konkrete Handhabe, wie sie zu Hause die optimalen Rahmenbedingungen
für das Lernen ihrer Kinder schaffen können. "Ziel sei es", so
Scheib, " die individuellen Lernstärken zu erkennen, Strategien zu
entwickeln und einzuüben, wie diese Stärken im Lernprozess genutzt werden
können."
Abschließend konnte der Pädagogische Koordinator Matthias Böckel, der die
Lernwerkstatt schon seit dem Jahr 2000 organisiert, am Samstagmittag ein
überaus zufriedenstellendes Fazit ziehen. Nachdem die Lernwerkstatt 2011
bei den beteiligten Eltern und Schülern überwiegend positiv bewertet
wurde, werden jetzt schon organisatorische und inhaltliche Überlegungen
für die Lernwerkstatt 2012 angestellt, wobei Wünsche und Anregungen der
Kinder und Eltern aufgegriffen werden sollen.
boe 10/2011
nach oben
Kreativ und erfolgreich lernen
Lernwerkstatt 2010 am Alfred-Grosser-Schulzentrum

Wie erkennt man die individuellen Lernstärken eines Kindes?
Wie erlernt und nutzt man Strategien für ein effektives Lernen? Und wie
können Eltern optimale Rahmenbedingungen schaffen und ihre Kinder bei
Lernprozessen unterstützen?
Dies waren die Fragen, um die es bei einer Lernwerkstatt für Eltern und
Schüler der 5. Klassen der Gemeinsamen Orientierungsstufe des
Alfred-Grosser-Schulzentrums ging.
Rund 75 Mütter und Väter mit ihren Kindern konnte Matthias Böckel,
pädagogischer Koordinator für die Orientierungsstufe am
Alfred-Grosser-Schulzentrum, am 30. Oktober begrüßen. Er äußerte er
seine Freude darüber, dass sich so viele Eltern ganz bewusst die Zeit
genommen hatten, zusammen mit ihren Kindern an einem Samstagmorgen zur
Schule zu kommen und gemeinsam die Schulbank zu drücken.
Für Pausenkaffee und Kuchen sorgte der Arbeitskreis Orientierungsstufe, der
sich im Vorfeld schon intensiv für das Zustandekommen des Seminars
engagiert hatte.
In diesem Jahr kam erstmals eine neue organisatorische Form bei der
Lernwerkstatt zum Tragen. Die bislang zweitägige Veranstaltung wurde
gestrafft und auf den Samstagmorgen konzentriert. Eltern und Kinder wurden
nicht mehr getrennt unterrichtet, gemeinsam, oft Seite an Seite, verfolgten
sie in der Aula die Ausführungen und Anregungen des Referenten. Interessant
wurde es in diesem Zusammenhang etwa, wenn Schülerinnen und Schüler ihre
Eltern lautstark und mit deutlichen Gesten zum Gedichtvortrag oder zum
Kurzreferat anmeldeten.
Konrad Scheib, Leiter des Instituts für Lermethodik "Studienhauses am
Dom in St. Blasien", enger Mitarbeiter und vielfacher Co-Autor des
bekannten Lernmethodikers Wolfgang Endres, gelang es, mit offenen,
pointierten und teilweise provokativen Thesen die Aufmerksamkeit der
Zuhörer zu finden. "Wer Kindern verspricht, dass Lernerfolg ohne Mühe
erreichbar ist, sagt die Unwahrheit; nach einer langen, mühevollen
Wanderung schmeckt das Essen eben besonders gut". Besonders
entscheidend sei dabei auch ständiges Üben. Nachhaltig ermunterte Scheib
die Eltern, ihre ureigenen Aufgaben beim Lernprozess ihrer Kinder ernst zu
nehmen. "Abschieben an die Schule geht nicht", meinte er.
Seriöse Ergebnisse aus der Lernforschung zeigen nach Scheib immer wieder,
dass die elterliche Begleitung des Lernweges der Kinder sehr wichtig ist.
Diese Begleitung verleihe Sicherheit und stärke das Selbstbewusstsein des
Kindes.

Eine besonders wichtige Aufgabe der Eltern sei die Teilnahme am Lernprozess
und die Motivation ihrer Kinder. Keinesfalls aber sollten sich Eltern als
Ersatznachhilfelehrer ihrer Kinder fühlen. Eine besondere Präferenz in
einem erfolgreichen Lernprozess besitze das Lesen, meinte Scheib: "Ohne
Lesen geht gar nichts!" Im Hinblick auf die Fernsehgewohnheiten vieler
Kinder forderte Scheib von den Eltern: "Schmeißen Sie den Fernseher
aus dem Kinderzimmer, wenn Sie nachher nach Hause kommen!"
Beeindruckend jedoch bei aller Deutlichkeit und Unmissverständlichkeit
seiner Thesen: Ausgangspunkt und Zentrum aller pädagogischen und
lerntheoretischen Überlegungen Scheibs sind nicht ökonomische oder gar
schichtenspezifische Aspekte, sondern einzig und allein das Wohl des Kindes.
Als erzieherisches Credo und optimale Vorgabe für erfolgreiches Lernen
formulierte Scheib: "Die Kinder lieben und Vorbild sein, mehr ist nicht
nötig."
Die Veranstaltung bot den Eltern neben wesentlichen theoretischen Einsichten
eine konkrete Handhabe, wie sie zu Hause die optimalen Rahmenbedingungen
für das Lernen ihrer Kinder schaffen können. "Ziel sei es", so
Scheib, " die individuellen Lernstärken zu erkennen, Strategien zu
entwickeln und einzuüben, wie diese Stärken im Lernprozess genutzt werden
können." An Hand kleiner Lernexperimente befasste er sich mit
verschiedenen Lerntypen und zeigte Möglichkeiten, dieses Potenzial optimal
zu nutzen.
Abschließend konnten der Pädagogische Koordinator Matthias Böckel, der
die Lernwerkstatt schon seit dem Jahr 2000 organisiert, und
Orientierungsstufenleiterin Ariane Ball am Samstagmittag ein überaus
zufriedenstellendes Fazit ziehen. Nachdem die Lernwerkstatt 2010 bei den
beteiligten Eltern und Schülern positiv bewertet wurde, werden jetzt schon
organisatorische und inhaltliche Überlegungen für die Lernwerkstatt 2011
angestellt.
boe 10/2010
nach oben
|