BusSchule - ein vorbildliches Projekt dient
der Sicherheit

Viele Schulkinder sind bei ihren Schul- und
Freizeitwegen auf die Fahrt mit dem Bus angewiesen. Um Kindern
Unsicherheit und Ängste zu nehmen und um "Busfahranfänger"
mit den wichtigsten Verhaltensweisen im und am Bus vertraut zu machen,
machte die BusSchule unter dem Motto "Clever mit dem Bus
fahren" in Bad Bergzabern bei den 300 Schülerinnen und Schülern
der neuen 5. Klassen des Alfred-Grosser-Schulzentrums Station.
Für die meisten Kinder bedeutet der Wechsel von der Grundschule zu den
weiterführenden Schulen, dass sie den Schulweg mit dem Bus zurücklegen
müssen. Um abenteuerliche Fahrten mit dem Bus zu vermeiden, bietet die
Unfallkasse Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Verkehrsverbund
Rhein-Neckar (VRN) und der Glaser-Bustouristik das Projekt "Clever
mit dem Bus fahren" an.
Das Projekt besteht aus einer theoretischen Vorbereitung und einer
praktischen Unterweisung im und am Bus.
Im theoretischen Teil unter der Regie von Horst Blesinger von der
Unfallkasse Rheinland-Pfalz geht es vor allem um die sozialen
Verhaltensweisen der Kinder.
Horst Blesinger ließ die Kinder in Rollenspielen ihr "normales
Verhalten" an der Haltestelle zeigen, also wildes Herumgerenne,
Schubsen oder zu nahe an der Bordsteinkante stehen. Schnell wurde den
Kindern klar, welche Gefahren ein solches Verhalten mit sich bringt und
wie sie sich besser verhalten und damit zu ihrer eigenen Sicherheit
beitragen können. In weiteren Rollenspielen wurde der richtige
Sicherheitsabstand von der Bordsteinkante, sicheres und damit auch
schnelleres Einsteigen in den Bus und, genauso wichtig, Höflichkeit
gegenüber dem Busfahrer, der sie sicher zur Schule und wieder nach
Hause bringen will, eingeübt.
Die Schüler und Schülerinnen waren beeindruckt, wie ein wenig mehr
Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und Höflichkeit zu viel mehr Sicherheit
führt.


Die praktische Unterweisung im und am Bus, durchgeführt von Herrn
Glaser und seiner Tochter vom Busunternehmen Glaser - beide sind
ausgewiesene Sicherheitsexperten -, dient dem Kennenlernen der
Busausstattung und Sicherheitseinrichtungen, wie z.B. Haltestangen,
Türöffner, Nothammer, Piktogramme. Das richtige Ein- und Aussteigen
und wichtige Verhaltensregeln im Bus und an der Haltestelle werden
angesprochen.
Da es besonders wichtig ist, dass die Kinder weit genug von der
Bordsteinkante stehen, konnten die Schülerinnen und Schüler erleben,
dass Kinder, die sich im so genannten "Toten Winkel" befinden,
vom Busfahrer tatsächlich nicht gesehen werden und damit ihr Leben in
Gefahr bringen.
Im Bus wurden die Kinder über die Verletzungsrisiken aufgeklärt, wenn
sie ihre Schultaschen nicht vor sich auf den Boden stellen oder sich
nicht richtig an den Haltestangen oder den -griffen festhalten.
Höhepunkt des zweiten Teils war mit Sicherheit die Fahrt mit dem Bus
und die angekündigte Vollbremsung. Die Kinder erlebten hautnah mit,
welche Kräfte dabei wirksam werden, obwohl der Bus mit 20 km/h längst
nicht seine normale Geschwindigkeit erreicht hatte. Anhand einer Puppe,
die als Dummy diente und die durch die Luft flog, konnten die Kinder
erahnen, welche Verletzungsgefahr eine Vollbremsung mit sich birgt, wenn
sie sich nicht richtig verhalten.
"Wir hoffen, dass wir mit der Busschulung für unsere neuen
Schülerinnen und Schülern aus den 5. Klassen den Schulweg mit dem Bus
etwas sicherer machen können", beschreibt Matthias Böckel, der
Pädagogische Koordinator für die Orientierungsstufe, der die BusSchule
an das Alfred-Grosser-Schulzentrum geholt hat, die Erwartungen der
Schule an das vorbildliche Projekt von Unfallkasse und VRN.
Böckel/bfg 09/2007