Gymnasium Bad Bergzabern beim Einstein - Forum vertreten

Eine binationale Schülergruppe des Gymnasiums Bad Bergzabern und des Lycée Erckmann-Chatrian Phalsbourg qualifizierte sich mit ihrem Wettbewerbsbeitrag für das Deutsch-Französisch-Schweizerische Einsteinforum, das vom 09.-13.11.05 im Siemens Conference Center in München stattfand. Dabei gingen die Jugendlichen der Frage nach, wie Einsteins verschollenes Konzept eines Kühlgerätes ausgesehen haben könnte. Unter der Überschrift "War das Einsteins Kühlschrank?" präsentierte die Gruppe als Ergebnis der gemeinsamen Projektarbeit mit der EG-Solar Altötting eine Möglichkeit, nur mit Hilfe der Sonne ein Kühlgerät zu betreiben. Vier Schüler und zwei Schülerinnen des Gymnasiums Bad Bergzabern im Alter von 12-19 Jahren experimentieren mit der Kombination unterschiedlicher, technisch einfacher Geräte. Sie verfolgen mit dem Physiklehrer Roland Klein das Ziel, eine Kühlmöglichkeit für den Einsatz in Gegenden ohne zentrale Energieversorgung und mit schwacher Infrastruktur, aber viel Sonne zu entwickeln. Zum Beispiel könnte dadurch die Problematik unzureichender Kühlung dringend benötigter Medikamente in der Dritten Welt gelöst werden. Die Projektinitiative ging von Bernd Fremgen aus, die Gesamtleitung lag bei Elke Neumann. Auf dem Forum konnten die Schüler ihre Idee einem breiteren Publikum vorstellen, und im Gespräch mit anderen Ausstellern der 30 beteiligten Gruppen und Experten erhielten sie wertvolle Anregungen. Die Veranstalter, das Deutsch-Französische Jugendwerk und die Vereinigung Kontexis, belohnten das Engagement mit einem ausgedehnten Besuch des Deutschen Museums in München und detaillierten Informationen zu Einstein und seiner Arbeit. Eine Stadtrallye führte zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten Münchens. Der Kommentar eines Schülers auf der Heimfahrt: "Wir haben uns gut verstanden, alles ist super gelaufen." fasst die Erfahrungen der Tage zusammen und erklärt den Entschluss der Schüler, ihre Arbeit am Projekt fortzusetzen und die technische Umsetzung ihrer Idee nachdrücklich zu verfolgen. Sicherlich hätte Einstein dieses Projekt auch gefallen.

von links die Gruppe aus Bad Bergzabern: Luca Kunz, Melanie Soukup, Marc Lang, 
Christian Roder, Johannes Bangerth. Es fehlt Irina Armendinger

Die (fast) komplette deutsch - französische "Einstein - Gruppe" mit dem deutschen
(Roland Klein) und französischen Betreuer (beide links hinten) und dem Geschäftsführer
von EG SOLAR, Günther Bautz (dritter von rechts in der hinteren Reihe)
Auf dem Bild fehlen Irina Armendinger und Betreuerin Elke Neumann.

bfg/kle/ne 11/2005