Gelungener Abschluss des zweijährigen Comenius - Projektes

Achtzehn Schüler und vier Lehrer des Bad Bergzaberner Gymnasiums haben über zwei Jahre hinweg mit Partnerschulen aus Frankreich und der Türkei im Rahmen des EU-Projekts Comenius gearbeitet.
Insgesamt wurden von den Schülern des Gymnasiums imAlfred - Grosser- Schuzentrum die Bewegung "Wandervogel", die "Halbstarken" der 50er und die Jugendbewegung der 68er und 80er analysiert und auf den Arbeitstreffen präsentiert. Während die französischen Schüler des Collège et Lycée Erckmann Chatrian und die türkischen Schüler der Anadolu Kyz Meslek Lisesi Schule jeweils ihre eigenen Jugendbewegungen auf nationaler Basis bearbeiteten und uns per Vorträge und Ausstellungen näher brachten. Wir einigten uns danach auf ein Thema, das alle gemeinsam behandeln sollten und welches die meisten Parallelen in den drei Ländern aufwies, um unsere Recherchen hinterher vergleichend gegenüberstellen zu können. Es war nicht leicht ein Themengebiet zu finden, das sowohl Deutschland als auch die Türkei und Frankreich umfasst. Doch mit der Bewegung und den Ereignissen rund um "68" ist es uns gelungen internationale Gemeinsamkeiten zu erfassen, zu ergründen und diese auf einen Nenner zu bringen. Es war nicht immer leicht sich zu verständigen, da die Englischkenntnisse bei allen Teilnehmern sehr unterschiedlich ausgeprägt waren. Doch wir haben es, wenn auch manchmal mit Händen und Füßen, geschafft, miteinander zu kommunizieren und gute Arbeitsergebnisse hervorzubringen. Vor allem aber haben wir alle sehr viel dabei gelernt, sowohl was den sprachlichen Aspekt betrifft, als auch was die unterschiedlichen Kulturen angeht.
Nach zwei langen und intensiven Jahren der internationalen Zusammenarbeit kam das EU-Projekt nun zu seinem Abschluss.
Am Donnerstag, den 28.05.2009 fand von der dritten bis zur sechsten Schulstunde ein von uns organisierter Projekttag zu den "68ern" am Gymnasium statt.
Unter dem Motto "Euch ist alles egal...Uns nicht!" versuchten wir unsere Resultate und Arbeitsergebnisse den Schülern unserer Schule ab der Jahrgangsstufe 10 näher zu bringen und sie ihnen zugänglich zu machen. Unser bunt gemischtes Programm beinhaltete von einer Modenschau bis hin zu einem "Drogenraum" für jeden etwas. Zudem war Verkleiden gestattet, ja sogar erwünscht, sodass an diesem Tag viele "Schein-Hippies" mit Schlaghosen und etlichen Peace - Zeichen im Gymnasium umherliefen, was dem ganzen einen besonderen Flair gab. An für sich hatte jeder einmal die Chance einen Einblick in die Zeit der "68er" zu gewinnen und wir hoffen, dass es vielen Spaß gemacht hat.
Am Freitag, den 29. Mai haben wir unser Comenius-Projekt dann endgültig mit einer öffentlichen Ausstellung über die Jugendbewegung der 68er im Kreishaus in Landau abgeschlossen. Unser Programm begann an diesem Tag um 18.00 Uhr mit einer angeregten Podiumsdiskussion, bei welcher drei Zeitzeuginnen, ein "Moderator" und zwei Schülerinnen involviert waren. Ziel war es kritisch über die "68er" zu diskutieren und vor allem auch aktuelle Bezüge herzustellen. Auf diese einführende Diskussion folgte dann um 19.30 Uhr die offizielle Eröffnung durch unsere Landrätin Frau Riedmaier und eine Ansprache unseres Schulleiters Herr Lillig, als auch der Koordinatorin des Projektes Frau Morgenstern-Henkel. Die Jazzkombo sorgte für eine musikalische Bereicherung an diesem Abend und Herr Leschinger und Frau Tuschner standen uns als Kunstlehrer die ganze Zeit zur Seite um dem Ganzen die nötige künstlerische Pointe zu verleihen. Während dieser abschließenden Ausstellungswoche waren außerdem unsere türkischen und französischen Teilnehmer der Partnerschulen bei uns zu Besuch um ebenfalls die Möglichkeit zu haben, an den Ausstellungen teilzunehmen. Vom 31.5-2.6.2009 fand zusammen mit einigen Schülern aus allen drei Ländern eine Abschlussfahrt nach Berlin statt, bei welcher unsere ausländischen Freunde etwas von Deutschland zu sehen bekamen, das sie nicht wieder so schnell vergessen werden.
Die deutschen Schüler und ihre betreuenden Lehrer Frau Morgenstern-Henkel, Frau Neumann, Frau Kliewer und Herr Engel beendeten zusammen mit den ausländischen Partnern eine durchweg gelungene zweijährige Teamarbeit. Der Erfolg unseres Comenius-Projektes beruhte dabei vor allem auf viel Engagement und interkulturellem Interesse seitens der Schüler und Lehrer. Das Projekt ermöglichte allen Teilnehmern ihren Horizont zu erweitern und sich gegenüber neuen, multikulturelle Erfahrungen zu öffnen. Zudem unterstützt die EU mit einem solchen Projekt die Kommunikation auf internationaler Ebene, was die Sprachkompetenz eines jeden auf die Probe stellt und diese verbessert.
Rückblickend dürfen sich die teilnehmenden Schüler und Lehrer durchaus glücklich schätzen, solch außergewöhnliche und interessante länderübergreifende Erfahrungen im Rahmen von Comenius gemacht zu haben. Für die Zukunft bleibt nur zu sagen, dass es sich lohnt solche Projekte zu unterstützen und aktiv daran teilzunehmen, denn solch ein internationales Zusammenwirken gibt jedem etwas mit auf den Weg, was er nie vergisst und wovon er nur profitieren kann.

Katharina Baagt 06/2009

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COMENIUS - Projekt des Gymnasiums

Mitte März begrüßte Hermann Bohrer, Bürgermeister der VG Bad Bergzabern, mehrere Lehrerinnen und Lehrer aus Frankreich, Griechenland und Portugal, die sich in Bad Bergzabern trafen, um mit Kollegen des Alfred - Grosser - Gymnasiums ein gemeinsames europäisches Schulprojekt vorzubereiten. Die Vertreter der beteiligten Schulen und von weiteren Schulen aus der Türkei und Rumänien, die noch nicht anreisen konnten, koordinieren und planen ihre Arbeit für die nächsten zwei Jahre, in denen ihre Schülerinnen und Schüler das Projektthema "Jugendbewegung im 20. Jahrhundert" an Beispielen aus ihren Ländern bearbeiten, ihre Ergebnisse austauschen und gemeinsam präsentieren werden. Der Projektantrag wird dann allen nationalen Agenturen zur Genehmigung vorgelegt.
Die Partner sind auf neue Einsichten in die Geschichte anderer Länder und verbindender Erfahrungen gespannt.

Die Teilnehmer des Planungsteams beim Empfang durch den Verbandsbürgermeister Hermann Bohrer

von links: Vangelis Maligani (GR), Jörg Engel (D), Eleni Maligani (GR), Annette Feisthauer (F), Hermann Bohrer (Bürgermeister), Zoe Anagoustu (GR), Adozinda Antunes (P), Alexandre Mateus (P), Monika Morgenstern (D), Elke Neumann (D)

Das Planungsteam bei der Arbeit: (von links)
Dr. A. Kliewer, A. Antunes, A. Mateus, E. Maligani...

... und M. Morgenstern, A. Feisthauer, OStD H.-J. Lillig

ne/bfg 03/2007

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