Thomas Müntzer wird 1490 in Stollberg im harz
geboren und wächst in Quedlinburg auf. Sein Vater ist ein
vermögender Handwerkmeister. Von 1506 bis 1512 studiert Müntzer
in Leipzig und Frankfurt/Oder und erwirbt einen Magistergrad. Er
beherrscht Latein, sowie auch Griechisch und Hebräisch. Seine
Qualifikation übersteigt die eines Priesters. 1513 bis 1514 soll
er an einem Bündnis gegen Erzbischof Ernst von
Magdeburg-Halberstadt beteiligt gewesen sein.
Im Jahr 1516 unterrichtet er als Lehrer in Frose bei Aschersleben und übernimmt drei Jahre später die Pfarrstelle der Nikolaikirche in Jüterborg, als Vertretung für den früheren Prediger Franz Günther. Er bekommt ein Angebot für eine Kaplanstelle in Wittenberg, schlägt dieses jedoch aus und ist bis 1520 Beichtvater im Nonnenkloster Beuditz. Während dieser Zeit besucht er auch Leipzig. Wahrscheinlich ist er hier zum ersten Mal Luther begegnet, was allerdings nicht sicher ist, da sich die Quellen widersprechen. Dort findet ebenfalls die Leipziger Disputation statt, die sehr wichtig für die Reformation ist, da Luther hier erstmals unmißverständlich die Unfehlbarkeit der Päpste und damit die Lehrgrundlage der Kirche bestreitet.
1520 geht Müntzer nach Zwickau, wo er für einen Monat Johannes Wildenauer aus Eger in der St. Marienkirche vertritt. Er wird an die Katharinenkirche versetzt und begegnet Nikolaus Storch, der zu den "Zwickauer Profeten" gehört, die auch unter dem Namen Schwärmer bekannt sind. Dies ist eine der wichtigsten Verbindungen im Leben Müntzers. 1521 verläßt er Zwickau, da der Kampf der Parteien zu eskalieren droht und der Ruf der Wittenberger zur Mäßigung Müntzers lauter wird.
Er unternimmt Missionsreisen nach Böhmen und Prag, wo er das Prager Manifest verfaßt. 1523 ist er Pfarrer im Kursächsischen Allstedt, muß es aber wegen Auseinandersetzungen mit Garf Ernst I. zu Mansfeld verlassen. 1524/25 kehrt er als Pfarrer nach Mühlhausen zurück und wird Anführer einer Gruppe im Bauernkrieg in Thüringen. Am 15.5.1525 nimmt man ihn nach der Niederlage des Bauernkrieges gefangen und enthauptet ihn am 27.5.1925 in Mühlhausen.
www.thomas-muentzer.de
Unter dieser Adresse wird es bald biografische Informationen
über Thomas Müntzer geben.
http://martin.carthage.edu/~rom/romsite/mthesen.htm
Thesenartige Zusammenfassung einer Doktorarbeit über die
Thomas-Müntzerforschung der DDR