Martin Luther

Kurzbiographie

1483 (10.11.) Geburt in Eisleben
1505 Mönch in Erfurt
1512 Doktor der Theologie in Wittenberg
1517 Thesenanschlag
1521 Ächtung und Flucht auf die Wartburg
1522 Rückkehr nch Wittenberg
1525 Heirat mit Katharina von Bora
1534 Herausgabe der Bibel in deutscher Übersetzung
1546 (18.02.) Tod in Eisleben

Die beiden Säulen des Werkes von Martin Luther sind: Reform der christlichen Lehre und Schaffung der hochdeutschen Schriftsprache.

1483 in Eisleben geboren: Lateinschule in Mansfeld, Schulen in Magdeburg und Eisleben. In Erfurt Student der freien Künste und dann der Rechtswissenschaft.

1505 Am 2. Juli von einem Gewitter überrascht, gelobt Luther Mönch zu werden. Er tritt ins Kloster in Erfurt ein. Nach der Priesterweihe fällt er dem Ordensoberen Johannes von Staupitz auf. Er läßt ihn Theologie studieren, insbesondere die Bibel und schickt ihn später nach Wittenberg, wo er an der neugegründeten Universität ein Lehramt übernehmen soll.

1510/11 Von November bis April reist Luther im Auftrag seines Ordens nach Rom. Er lernt dort die Zustände in Rom kennen (oberflächliche Art die Messe zu zelebrieren, Pomp und Laster der kirchlichen Würdenträger).

1512 Am 19. Oktober promoviert Luther zum Doktor der Theologie.

Im Frühjahr 1513 führt sein Ringen um den wahren Glauben zu dem sogenannten Turmerlebnis, das als die eigentliche Geburtsstunde der Reformation angesehen wird. Aus Röm. 1,16 und 17 erkennt er: Allein der Glaube eines Menschen führt zu Gott. Jedem, der glaubt, offenbart sich Gott.

1517 Am 31. Oktober (heute als Reformationsfest gefeiert) veröffentlicht Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel. Die Thesen verbreiten sich in ganz Deutschland und lösen unter der Bevölkerung Zustimmung aus. Es kommt zur Disputation (mit dem Theologen Dr. Eck) und zu Verhören (durch Kardinal Cajetan). Da Luther seine Thesen nicht widerruft wird er als Ketzer verurteilt. Luthers Schriften werden verbrannt; im Gegenzug verbrennt Luther die päpstliche Bulle mit der Anordnung des Kirchenbanns.

1521 Am 3. Januar wird der Kirchenbann über Luther verhängt. Es wird vor den Reichstag nach Worms geladen. Im April verteidigt er seine Schriften und lehnt einen Widerruf ab. Auf der Heimreise nach Wittenberg wird Luther auf Befehl seines Landesherrn (Friedrich der Weise) zur Wartburg gebracht, wo er Unerkannt als "Junker Jörg" lebt. Vom Reichstag war gegen Luther das Wormser Edikt erlassen: Verbot Der Lehre Luthers. Gleichzeitig war er mit der Reichsnacht vogelfrei geworden, jedermann konnte ihn gefangennehmen oder töten.

1522 Das von Luther auf der Wartburg übersetzte "Neue Testament deutsch" erscheint. Luther verläßt die Wartburg um in Wittenberg Streitigkeiten zu schlichten, Aufruhr und Gewalt niederzuhalten und um seine Reform zu vollenden.

1524/25 Bauernaufstände in ganz Deutschland. Luther, der zuerst die Bauern zum Widerstand ermutigt hatte, kehrt sich von den gewaltsamen Lösungen ab und verurteilt die "Falschen Propheten" (Thomas Müntzer). Im gleichen Jahr (1525) am 13. Juni heiratet Luther Katharina von Bora, eine ehemalige Nonne.

1526 Wegen der Bedrohung des Reiches durch die Türken wird der Zusammenhalt aller deutschen Fürsten (der evangelischen und der katholischen) notwendig; darum wird auf dem Reichstag zu Speyer der Vollzug des Wormser Ediktes (Verbot der Lehre Luthers) ausgesetzt. Es wird den jeweiligen Landesherren überlassen, welche Religion im Lande zu gelten hat.

1529 Auf dem zweiten Reichstag zu Speyer protestierten die Vertreter der Lutherischen Lehre gegen die Aufhebung des Reichstagsbeschlusses von 1526 (daher rührt der Name " Protestanten").

1530 Philipp Melanchton, ein Mitstreiter Luthers, vertritt auf dem Reichstag zu Augsburg die Lutherische Lehre mit der Schrift "Confessio Augustana" (Augsburger Bekenntnis; dieses erste öffentliche Bekenntnis zur evangelischen Lehre wird vom Kaiser abgelehnt. Mit Rücksicht auf neue Türkenangriffe wird 1532 der Nürnberger Religionsfriede geschlossen.

1534 Die erste Gesamtausgabe von Luthers Bibelübersetzung erscheint: "Biblia, das ist die ganze Heilige Schrift Deutsch". In den folgenden Jahren finden Treffen bzw. Auseinandersetzungen mit anderen Reformatoren statt (mit Zwingli und Calvin).

1537 Die evangelischen Fürsten schließen sich gegen den Kaiser in Schmalkalden zu einem Bund zusammen.

1544 Luther weiht den ersten evangelischen Kirchenbau in Torgau ein. 1545 Auf dem Konzil zu Trient lehnt die katholische Kirche die evangelische Lehre ab. Es beginnt die Gegenreformation.

1546 Luther reist mit seinen 3 Söhnen nach Eisleben. Am 18. Februar stirbt er dort und wird am 22. Februar in Wittenberg beigesetzt.

 



Weitere Links zum Thema

Hier gibt´s mehr zu Luthers Kampf gegen den Ablass
Erarbeitet von Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse der Kooperativen Gesamtschule Bad Bergzabern

Hier gibts mehr zu Luthers Zeit auf der Wartburg und seine Bibelübersetzung
Erarbeitet von Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse der Kooperativen Gesamtschule Bad Bergzabern

http://www.luther.de/index.html
Professionell gemachte Homepage der Luther-Stadt Wittenberg, weit verzweigt, mit weiteren Links

http://www.ekd.de/luther/quiz.html
Spiel um den großen Reformator, Teil der sehenswerten Homepage der Evangelischen Kirche Deutschlands