Comenius

Comenius-Projekt zu "Erinnerungskulturen"

Seit Schuljahresbeginn 2013/2014 gibt es an unserer Schule ein Comenius-Projekt. Unser Projekt läuft zwei Jahre unter dem Titel "Europäische Erinnerungskulturen. Umbrüche und Aufbrüche in Gesellschaften und Biographien". Wir sind koordinierende Schulen und haben Partner aus Wadowice (Polen), Vilnius (Litauen), Ghedi (Italien), Lillesand (Norwegen) und Dijon (Frankreich).
Im November 2013 war das erste Treffen in Wadowice, im März 2014 fahren wir nach Vilnius.

Das Thema "Erinnerungskulturen" lässt sich ganz unterschiedlich füllen:
Zum einen geht es hier darum, wie eine Gesellschaft mit den für sie wichtigen Erfahrungen umgeht, welche Wege sie sucht, diese zu vergessen/zu verdrängen bzw. wachzuhalten, etwa in Gedenkstätten, Feiertagen, Literatur, Filmen, etc.
Zum anderen geht es auch um die persönlichen Erinnerungen: Dazu gehören auch die Familienerinnerungen, die sich belastend oder stärkend auf ein Individuum auswirken können, auch wenn dieses sich dieser Hintergründe manchmal gar nicht bewusst ist.
"Erinnerungskulturen" ist damit ein Thema, das von vielen verschiedenen Zugängen her eröffnet werden kann, wobei die inhaltliche Füllung in Kooperation mit allen SchülerInnen und LehrerInnen erfolgen muss.

Die Arbeit soll in drei Phasen organisiert werden:
1. Vorbereitungsphase: Vorbereitungsphase (September 2013 bis Frühjahr 2014): Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen, die bei Treffen Ergebnisse vorstellen zu 
- Geschichte der Partnerländer: Wo waren die Brüche?
- Erinnerungskultur des eigenen Landes: Welche Filme, welche Literatur, welche Musik, welche Kunst,… - exemplarische Analyse
- Zeitzeugengespräche über Aufbrüche/Umbrüche im Leben von verschiedenen Generationen: Jugendlichen/Eltern/Großeltern/Urgroßeltern
- Hintergründe zum Thema Erinnern und Vergessen (aus der Kulturwissenschaft, der Medizin, der Psychologie, der Geschichtswissenschaft,…)

2. Kreative Phase: In dieser Phase nähern sich die SchülerInnen dem Thema kreativ:
Bildende Kunst:
- künstlerische Auseinandersetzung mit eigenen Erinnerungen/Erinnerungskulturen
Schreiben:
- eigenes Schreiben zu Erinnerungen
- Auseinandersetzung mit literarischen Erinnerungsbüchern aus den jeweiligen Ländern
Theater:
- theaterpädagogische Auseinandersetzung mit Erinnerungsgegenständen
- Schreiben von authentischen und fiktiven Rollenbiographien
Film:
- Aufnehmen von kurzen Dokumentar- oder Spielfilmen/Animationsfilmen zum Thema

3. Auswertungsphase: Vorbereitung einer Abschlusspräsentation zu Ergebnissen beider Phasen: kleine Lesungen und Szenen, Filme, Kunstausstellung, Podiumsdiskussion, ...
Das Projekt wird von der Europäischen Union bezahlt und ermöglicht die Kooperation mit Partnerschulen in anderen europäischen Ländern. Beteiligt sind neun LehrerInnen (Kliewer, Beinghaus, Bingler, Hofmeister, Müller, Neumann, Siegert, Waßmer, Weiser) und fünfundzwanzig  SchülerInnen, die sich in einer Arbeitsgemeinschaft einmal im Monat treffen. Wir hoffen, dass dieses Projekt Interesse bei vielen KollegInnen und SchülerInnen findet, damit die ganze Schule etwas davon hat.
KLI 1/14





Comenius-Reader "Erinnerungskulturen" online

Den Reader mit Interviews der Zeitzeugen zum Thema "Erinnerungskulturen" findet sich nun hier zum Download als PDF.

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