Schüler hämmern, bohren und sägen für kleine Vögel

Am Dienstag, dem 27. 9. 16 fand am Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern der zweite Umwelttag statt.

„Unser Haus ist komplett aus Abfällen!", sagte Jannis aus der Klasse 6x des Alfred-Grosser-Schulzentrums Bad Bergzabern. Er zeigte auf ein Vogelhaus aus Holz, das rund einen halben Meter groß ist und eine kleine runde Öffnung hat. „Die ist für Blaumeisen und Sumpfmeisen", erklärte Mitschülerin Karolina. Währenddessen schraubten und hämmerten im Werkraum des Schulzentrums die anderen der 20 Schülerinnen und Schüler der 6x an ihrem Beitrag zum Umwelttag des Schulzentrums an diesem letzten Dienstag im September.

„Wir haben alle im Team gearbeitet. Fabian ist zum Beispiel gut im Schrauben, Laureen gut im Zusammenhalten und André kann gut Nägel reinhämmern", sagte Karolina. „Alle sind voll bei der Sache, auch Schüler, die im Unterricht nicht so motiviert sind", erläuterte Sport-, Biologie- und Naturwissenschaftslehrer Gerd Dietrich. Gemeinsam mit seiner Kollegin Katharina Gräf vom Gymnasium hat der Realschullehrer den Umwelttag im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. „Wir wollen den Schülern Umweltbewusstsein näherbringen. Außerdem sollen sie die einheimische Natur näher kennenlernen", sagte Katharina Gräf. Das Nistkastenprojekt der Klasse 6x ist nur eines von insgesamt sieben Aktionen der sechsten Klassen. Die Klassen 6a, 6b, 6c und 6y besuchten den Baumwipfelpfad Fischbach und das dortige Naturerlebniszentrum. Die 6z veranstaltete in Bad Bergzabern die Aktion „Sauberer Bahnhof" und die Klasse 6d untersuchte Wetter, Natur und Jahreszeiten. „Dadurch, dass man den Schülern mehr Kenntnisse über die Natur vermittelt, hofft man, dass sie auch eher achten und schützen, was sie umgibt", erläutert Katharina Gräf. Ihr Kollege Gerd Dietrich will mit seinen Nistkästen kleinen Vögeln helfen, die oft von den großen verdrängt werden. „Die Kästen sind Naturschutz, den die Schüler mit nach Hause nehmen können", sagte er. „Außerdem schlagen wir damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir tun was für die Natur und der Erlös aus dem Verkauf der Nistkästen kommt der Klassenkasse zugute", so Gerd Dietrich.

Außerdem sind die Projekte des Umwelttages oft nachhaltig, erläuterte der Leiter der Realschule plus im Alfred-Grosser-Schulzentrum, Ludwin Michels. „Im vergangenen Jahr hat Herr Dietrich mit Schülern einen Lebensbaum gebaut", sagt er und zeigt aus seinem Büro auf einen gut drei Meter hohen Holzturm, der mit Laub und Holz gefüllt ist und an dessen Fuß eine Trockenmauer Tieren Unterschlupf bietet. „In diesem Jahr deckt eine neunte Klasse den Turm mit einem richtigen Dach. Die bekommen von einer örtlichen Dachdeckerfirma sogar ein echtes Gerüst gestellt", so Ludwin Michels.

Im Werkraum legte Fabian nochmal mit dem Akkuschrauber los. Mathe-, Sport- und Wahlpflichtfach-Glück-Lehrerin Anna Schultz unterstützte ihn beim Schrauben und bohrte die Löcher vor. „Und wenn wir heute nach gut fünf Stunden fertig sind, dann verkaufen wir unsere Vogelhäuser ´Made in Germany´", sagte Karolina und lachte.

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