Theater ohne Grenzen

Passen alle in den Bus? Wer sind die anderen? Werden wir das Stück verstehen?

Am Mittwoch, den 20.4.2016 fuhren 56 Kinder der Klassen 5a (Kliewer) und 6d (Andres), begleitet von 15 arabischsprachigen Kindern aus den Klassen 3 bis 8 zusammen ins Theater. „König Hahmed und das furchtlose Mädchen" heißt das Stück, das das Kinder- und Jugendtheater „Schnawwl" in Mannheim in einer deutsch-arabischen Fassung zusammen mit einem Theater in Ägypten erarbeitet hat. Gemeinsam beschäftigte man sich mit dem Thema „Freiheit und Widerstand". Grundlage des deutschen Stücks wurde das arabische Märchen von Prinzessin Sharifa, die sich als Prinz Sherif verkleidet und in das Land von König Hahmed geht. Dieser hatte nämlich allen Frauen verboten, sein Land zu betreten, weil seine eigene Frau ihn betrogen hatte. Was ist, wenn er sich trotzdem in diesen „Prinzen" verliebt? Durch verschiedene Proben versucht er herauszufinden, ob der wirklich ein Mann ist. Prinzessin Sharifa ist listig und täuscht den Tyrannen. Und wie die Geschichte ausgeht, kann man in dem zweisprachigen Bilderbuch „Prinzession Sharifa und der mutige Walter" (Verlag Baobab 2015) lesen. Dieses Buch kannten die Schüler der Klasse 5a schon und waren gespannt, wie man die Ideen als Theaterstück umsetzen kann.

Vor dem Theater standen zwei Workshops: Während für die meisten das klanglich-rhythmische Erleben in den Mittelpunkt stand, ging es für die Klasse 5a zunächst um kleine szenische Spiele und dann um das Stück selbst: Wie bewegen sich typische Jungen, wie Mädchen? Wie würde ein Land ohne Frauen aussehen? Wie kann man das Märchen gut im Theater umsetzen?

Überrascht waren dann aber doch alle, dass es nur zwei Schauspieler, einen Musiker und einen Erzähler gab. Wo war Prinzessin Sharifa? Mit blauen Tüchern wurde alles angedeutet: Turbane, Schleier, Kleider, Schärpen. Da musste man schon ein bisschen mitdenken, um zu wissen, wer gerade wer war (Frau oder Mann?). Die arabisch-sprachigen Schüler bekamen in kurzen Zusammenfassungen des ägyptischen Erzählers noch einmal erklärt, was sie vielleicht im Deutschen nicht ganz verstanden hatten. Besonders beeindruckt waren viele von der eindrücklichen Trommelbegleitung, die der Aufführung unterlegt war.

Theater ohne Grenzen

Organisiert wurde der Ausflug von Frau Kliewer und von Frau Schreieck vom "Haus der Familie" und finanzierbar wurde er durch eine Spende, die die Theatergruppe der Realschule unter der Leitung von Judith Hafner in ihren Aufführungen vor Weihnachten erwirtschaftet hatte.
Vielen Dank dafür
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KLI, 4/16

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