Gymnasium entdeckt Rapsöl
als Energieträger
(Ein Workshop des Projektes
Tour d’Innovation vom 12.11.02)


Die Projektgruppe „Tour d’Innovation“ am Gymnasium Bad Bergzabern
thematisierte am 12.11.02 in einer Nachmittagsveranstaltung den Einsatz von
Pflanzenölen als Energieträger. Unterstützt vom „Arbeitskreis Energiesparen“
und dem „Förderverein Regenerative Energien Gymnasium BZA e.V.“ lud der
Projektleiter StD Jürgen Monnerjahn zwei Mitarbeiter der Firma „Forest Help“
(Hauenstein) ein. Ausgestattet mit einer Rapspresse, einem Blockheizkraftwerk
und einem Pflanzenölbrenner für Heizungsanlagen informierten die innovativen
Fachleute über den problemlosen Einsatz von Rapsöl als CO2-neutraler
Energieträger. Staunend erfuhren mehrere Leistungskurse der Fachbereiche
Chemie, Sozialkunde, Biologie und Physik in verschiedenen Workshops, wie die
heimatliche Pflanze Raps ökologisch und ökonomisch unsere Energie- und damit
Umweltprobleme mindern kann. Sogar
der beim Pressvorgang anfallende
Rapskuchen findet als hochwertiges Futtermittel anschließend seine Verwertung.
Die Lehrer der Fachschaft Chemie integrierten dieses Projektangebot in ihre
nachmittägliche Sitzung und wollen zukünftig federführend Rapsölprojekte
fächerverbindend in der Schule umsetzen. Dem Vorwurf einer neuen Monokultur von
Energiepflanzen Vorschub zu leisten, entgegnete Dieter Pohl von Forest Help,
dass es weltweit ca. 2000 verschiedene Ölpflanzen gäbe, von denen viele
problemlos das Weinrebenmeer der Südpfalz auflockern und damit manches
Spritzmittel ersetzen könnten. Das Nebeneinander von Energiewirt und Landwirt
würde so manchen Konkurrenzdruck in der heimischen Weinvermarktung vergessen
machen, mutmaßte Herr Pohl. Selbstverständlich erschienen die Mitarbeiter von
Forest–Help mit einem serienmäßigen VW-Diesel-Transporter (Umrüstung der
Treibstoffzuführung als Selbstbausatz: 360.- €), der seit 44 000 km problemlos
ausschließlich mit Rapsöl betrieben wird und hinsichtlich Treibstoffpreis
und Abgaswerten konkurrenzlos ist.
Schon 1896 betrieb Rudolf Diesel die von ihm entwickelten Motoren mit
Pflanzenöl. Blieb zum Schluss nur die Schülerfrage offen, warum die ländlich
geprägte Südpfalz die Wiederentdeckung dieses CO2-neutralen Energieträgers
bisher verschlafen hat (Weitere Informationen: (http://www.schulebza.de/gymnasium
>>> Projekte!!!).
(Böhm, Förderverein, 20.11.02)