„Viele reden nur, wir handeln“

(Photovoltaikprojekt 2000 Gymnasium Bad Bergzabern)

 

Gemäß diesem Motto wollten Herr Monnerjahn und ich das seit drei Jahren laufende Schulprojekt „Effizienter Umgang mit Energie = Energiesparen“ nun um die umweltschonende Energiebereitstellung erweitern.

 

Aufbauend auf dem Förderprogramm des Wirtschaftministeriums Rheinland-Pfalz „Solarstrom in die Schule“ (50% Förderung, max. 20 000.-DM), entschlossen wir uns am Ende der Sommerferien eine Photovoltaikanlage auf dem Gymnasium-Flachdach zu installieren und schickten den Förderantrag an das Land (01.08.2000). Schon zwei Wochen später hatten wir die Förderzusage mit der Auflage, dass das Geld bis 15.10.2000 abgerufen werden müsse. Wegen des enormen Zeitdrucks verbot sich der Weg über die „schwerfällige“ Schulbürokratie mit den möglichen Vorbehalten und dem zu erwartenden Diskussionsbedarf.

 

Wir gründeten hierzu einen Förderverein (Förderverein Regenerative Energien Gymnasium Bad Bergzabern e.V.), der zukünftige satzungsgemäße Umweltprojekte des Gymnasiums ebenfalls unterstützen will. Die Verwaltung von Fördergeldern und Spenden wurde damit erleichtert und die Installationsvergabe konnte rasch entschieden werden.

 

Der Schulträger Kreisverwaltung SÜW genehmigte die Dachnutzung zügig. Für die Restfinanzierung der 4,8 kWp-Anlage  bemühten wir uns um Bankkredite, für die wir mit  unseren privaten Sicherheiten einstehen wollten, da uns eine Finanzierung aus den zu erwartenden Spenden und zinslosen Krediten für nicht ausreichend erschien. Überraschend konnten wir jedoch im Laufe der Projektierung und der Installation viele Kooperationspartner, Förderer und Spender in das „Photovoltaik-Boot“ ziehen, so dass mit dem Betriebsbeginn am 21.10.2000 die Anlage „schuldenfrei“ war.

Heute liefert die Photovoltaikanlage für das öffentliche Netz nicht nur umweltschonenden Strom, sondern der Schulträger stellt unter Einbeziehung des Fördervereins die Einnahmen (ca. 4000.- DM pro Jahr) dem Gymnasium wieder zur Verfügung. Die Anlage dient den Schülern und Lehrern als praxisgerechtes Lernobjekt und die computer- und softwareunterstützte Datenauswertung wird dem interessierten Fachunterricht, AGs und „lernhungrigen“ Schülern angeboten. Es bleibt nur zu hoffen, dass auch viele Schüler diese außergewöhnliche und zukunftsorientierte Chance nutzen.

( Harald Böhm, 1. Vorsitzender Förderverein, 12.12.2000)