„Viele reden noch immer, wir handelten schon wieder“

(Photovoltaikprojekt 2001 Gymnasium Bad Bergzabern)

 

Die überraschende und großzügige Restfinanzierung der Fotovoltaikanlage 2000 durch den Schulträger (Kreis Südliche Weinstrasse) bescherte dem Förderverein Regenerative Energien Gymnasium Bad Bergzabern e.V. im Oktober 2000 ein verbleibendes Spendenguthaben von ca. 7000.- DM. Da eine Kreditzuteilung der KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 100 000 Dächer-Programm) in Höhe von 23 000.- DM noch ausstand, beschlossen Herr Monnerjahn und ich diese 30 000.- DM in die Erweiterung  der bestehenden 4,8 kWp Solarstromanlage zu stecken.

 

Die Vereinsmitglieder stimmten dieser Maßnahme zu und die bewährte Firma Armin Stulier Solartechnik (Essingen) konnte auch für die Erweiterung gewonnen werden. Ihr Anlagenpreis in Höhe von 29 999.- DM für eine 2,2 kWp Fotovoltaikanlage war einerseits preisgünstig andererseits konnte der Verein mit einer professionellen Installation bei den extrem schwierigen Unterdacharbeiten rechnen.

 

Kleiner Wehrmutstropfen: Herr Monnerjahn und ich mussten für den KFW-Kredit mit einer privaten Schuldbucheintragung haften. Nach 9 Monaten Wartezeit wurde der Kredit zum 01.04.01 bereitgestellt. Die vom Verein gewünschte rechtliche Absicherung (Vertrag) gegenüber dem Schulträger ging nur schleppend voran, so dass die Bestellung der Anlage genau in den Zeitraum der Abarbeitung des Kreditantragstaus (100 000-Dächerprogramm) im April fiel. Die Folge war eine Überhitzung des PV-Modulmarktes, so dass die BP-Module erst Anfang September 2001 geliefert werden konnten.

 

Durch tatkräftige Unterstützung von Vereinsmitgliedern und Schülern der AG „Energie und Umwelt“ wurde die Erweiterung fertiggestellt und ging am  21.09.2001 ans Netz der Stadtwerke Bad Bergzabern. Die Kreditrückzahlungen und Zinsen werden zukünftig aus der Einspeisevergütung bestritten. Die Gesamtanlagenleistung von 7 kWp (PV1: 1,4 kWp & PV2: 3,4 kWp & PV3: 2,2 kWp) produziert voraussichtlich 6500  kWh Strom pro Jahr und entlastet die Umwelt um 3,5 t CO2. Die Solarstromanlage ist methodisch und didaktisch in den naturwissenschaftlichen Unterricht des Gymnasiums eingebunden und diente in der Vergangenheit anderen Interessenten (Kommunen, Schulen und Privatpersonen) als Informationsobjekt.

 

Die Baumaßnahmen des Tragegestells wurden so ausgelegt, dass noch weitere Solarstrommodule (ca. 900.- DM/Stück) in die vorhandene Anlage problemlos eingebunden werden können. Aus diesem Grund freut sich der Förderverein über jede Spende, die eine Erweiterung möglich macht (Spendenkonto: Volksbank BZA, BLZ 54891300, Kto.Nr. 532002, Stichwort: 2kWp).

( Harald Böhm, 1. Vorsitzender Förderverein, 01.10.2001)