PV-Powerline-Datenauswertung

(Photovoltaikprojekt 2000 Gymnasium Bad Bergzabern)

 

Die Datenauswertung der Photovoltaikanlage erfolgt über eine SMA-Powerline-Kommunikation. Hierbei werden die Daten der beiden Wechselrichter SMA 2500 (3,4 kWp-Anlage) und SMA 2000 (1,4 kWp-Anlage) im 4.Stock des Gebäudes durch ein Netzleitungsmodem auf das 230V-Netz aufmoduliert und stehen damit theoretisch an jeder Netzsteckdose des Gymnasiums zur Verfügung. Im Fachraum der Physik (im Kellergeschoss) werden sie durch einen Daten-Logger (SMA-Sunny Boy Control light) an der Steckdose abgegriffen, aufbereitet und über einen Computerbildschirm mit der Software (Sunny Data Control) visualisiert.

 

Im abgeschlossenen Schaukasten der Physik können interessierte Schüler und Lehrer von 9.15 Uhr bis 13.15 die Daten (z.B. Gesamtenergie, Tagesenergie, aktuelle Leistung, aktueller Strom, aktuelle Spannung, Fehlermeldungen etc.) der Wechselrichter/Solarstromanlage online betrachten. Zusätzlich werden die Energieerträge in Excel-Dateien auf der Festplatte zwischengespeichert und stehen interessierten Schülern/Lehrern bei Bedarf zur Auswertung bereit.

 

Neben der ökologischen Energieerzeugung steht das Gymnasium auch für einen effizienten Umgang mit Energie (=Energiesparen). Aus diesem Grund ist die Computervisualisierung der Daten auf einen vernünftigen Präsentationszeitraum beschränkt und mit einer Zeitschaltuhr und entsprechender Abschaltsoftware automatisiert.

 

Energievergleich der Datenauswertung:

(überschlagsmässig, Vorgabe: 52 Wochen/Jahr, 12 Wochen/Jahr Ferien, Leistungsaufnahme Zeitschaltuhr ca. 1 W bzw. Data Control light ca. 3 W wird vernachlässigt)

 

Unintelligenter bequemer 24-Std.-Betrieb (ohne Ferien):  

150 W (Computer) * 24 h * ca. 280 Tage (mit Wochenenden) =                                                     1008,0 kWh

Anmerkung: Dies entspricht 1/3 des Strombedarfs eines statistischen 4-Personenhaushaltes.

 

Intelligenter, automatisierter 4-Std-Betrieb (ohne Ferien):

150 W (Computer) * 4 h * ca. 200 Tage (ohne Wochenenden) =                                                     120,8 kWh

 

( Harald Böhm, Arbeitskreis „Energiesparen“, BZA, den 16.12.00)