Heizventilstellung in den Ferien

 Beispiel 1:

Statistische Auswertungen des Arbeitskreises "Energiesparen" (Gymnasium Bad Bergzabern) haben ergeben, dass wir in den Ferien, zur Zeit der Heizperiode, erhebliche Mengen an Heizwärme "verbrauchten" (verschwendeten), obwohl unsere Hausmeister zentral die Heizung absenkten (Anmerkung: Ein Abschalten ist wegen der Frostgefahr nicht möglich!).

Beispiel: In den Weihnachtsferien (22.12.1999-05.01.2000) war kein Nutzungsbetrieb und das Gebäude war geschlossen. Dennoch wurden 60 MWh Heizenergie in die Heizkörper verteilt. Dies entspricht ca. 40% unseres Dezember- oder 50 % unseres Novemberbedarfs.

Grund: Nach der letzten Unterrichtsstunde vor den Ferien verblieben die Heizventile in den Klassenzimmern in einer zufälligen Stellung (1 bis 5).

Maßnahmen: Alle Klassen und Kurse drehen in der letzten Unterrichtsstunde vor den Ferien die Heizventile auf Frostsicherung (Stellung: *) zurück. Ein Hausmeister/Schüler kontrolliert (gegen Honorierung) nach Unterrichtsende in allen Räumen die Durchführung und bringt ein Tag vor Unterrichtsbeginn alle Heizventile des Gebäudes wieder in Stellung 3.

Erste Erfolge: Aus Test- und Sicherheitsgründen wurden in den Fastnachtsferien (02.03.-07.02.2000) die Heizventile nur in Stellung 1 zurückgedreht. Inklusive 1,5 Tage Anheizphase sank der statistische Februar-Tagesbedarf in den Ferientagen von 3,79 MWh auf 2,36 MWh.

Im Detail:

vom 02.03. (18°°) -06.02.(17°°) 7 MWh >> 1,75 MWh/Tag (Ventilstellung 1)

vom 06.02. (17°°) -08.03.(08°°) 6 MWh >> 4,00 MWh/Tag (Anheizphase, Ventilstellung 3)

Harald Böhm, 02.05.2000

Beispiel  2:

 Energie gespart in den Weihnachtsferien 2000/2001

 

 

Wachgerüttelt durch die Datenerhebung in den Weihnachtsferien 1999/2000, hatten sich in diesem Schuljahr zwei Schüler bereit erklärt, alle Heizventile (166 !!) am letzten Schultag  vor den Weihnachtsferien auf Frostsicherung (0,5-1) zu stellen. Ein Tag vor Unterrichtsbeginn (Sonntag,10:00Uhr) wurden die Ventile von den gleichen Schülern in die Heizstellung „3“ gebracht.  

 

Gegenüber dem Vorjahr (ohne intelligente Heizventilregelung) wurden damit ca. 17 MWh Heizenergie bei vergleichbarer Witterung eingespart. Damit haben wir die Umwelt in 18 Tagen um zirka 3,8 t C02 entlastet. Das Energiebudget der Schule wurde in diesem kurzen Zeitraum um die Summe von 2363 DM entlastet. Dieses Geld kann nun für sinnvollere Anschaffungen der Schule verwendet werden.

 

 

Bad Bergzabern, den 21.01.2001                                  Ralf Weiß             

                                                                             AG „Energie und Umwelt“